Bühnenansichten

Der Hauptvorhang

Der Hauptvorhang ist der wertvollste Besitz des Volkstheaters, er hat einen kulturhistorischen Wert, der von der Heimatpflege anerkannt ist.

Er wurde 1844 von Bernhard Behamgruber und seinen Sohn aus Niederaudorf gemalt. Das "rupfene Tuch" dazu hat die Hafnerstochter Anna Gruber aus Irlach gestiftet, die im gleichen Jahr die Titelrolle in der "Hl. Katharina" spielte.

1985 wurde der unter Denkmalschutz stehende Hauptvorhang für insgesamt 75.000,- DM von der Kunstmalerin Louisette Kottulinski in der neuen Münchner Pinakothek restauriert.

Darauf dargestellt ist Thalia, die Muse der heiteren Dichtkunst und des Schauspiels, umgeben von Hauptfiguren aus der Ritterhistorie: Zu ihrer Linken der Intrigant mit Giftbecher, Dolch und Würfel, zwischen ihm und der Muse die Fürstentochter, die Krone und Schmuck von sich wirft; zu ihrer Rechten die tragische Heldin, die geziemend auf einem Löwen sitzt sowie - ganz außen - die tugendhafte Jungfrau, die mit dem Schwert der Schlange den Kopf abschlägt. Links ist eine gewittrige Gebirgslandschaft zu sehen, in der Trutzburgen und schroffe Felsenklüfte das Böse unterstreichen; die Figuren zur Rechten befinden sich in einer südlich-klassischen Umgebung, die von einem blauen Himmel überwölbt wird.

Der Flintsbacher Vorhang

(auch Zwischenaktvorhang genannt)

Der Maler dieses Vorhanges ist nicht bekannt, man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, daß der Vorhang vor der Jahrhundertwende entstanden ist.

Der Falkensteiner Vorhang

(neuer Zwischenaktvorhang)

Dieser Vorhang diente Jahrzehnte im Gasthaus Alter Wirt (jetzt Gasthaus Falkenstein) als Hauptvorhang.
Bei dem ca. 90 Jahre alten Vorhang ist der Maler nicht bekannt.
1997 wurde er von Bühnenmaler Bernhard Obermair maßstabsmäßig vergrößert, auf eine neue Leinwand im Theaterhaus übertragen und dient jetzt auch als Zwischenvorhang.